Es war ein so schöner Freitag Abend.
Klein. Fein. Echt.

Kein Kurs.
Kein Leistungsdruck.
Kein „richtig“ oder „falsch“.
Sondern ein Tisch voller Stoffe, Nadeln, Fäden – und Frauen die eingetaucht sind in ihren eigenen kreativen Prozess.
Ich hatte wieder reichhaltiges Material und Werkzeug vorbereitet.
Alte Stoffe (kleine Reststückchen) , bunte Garne, Nadeln und kleine Schätze.
Doch das Wertvollste waren nicht die Dinge – sondern das, was daraus entstehen durfte.

Was an diesem Abend verwandelt wurde
- Ein alter Pulli vom Papa, der wieder heil gemacht wurde.
Nicht nur repariert – sondern gehalten. Bewahrt, Weitergetragen. - Ein Sweatshirt, das mit jedem Stich mehr zum Unikat wird.
Schicht für Schicht. Farbe für Farbe. - Ein Kleid, das bunter und einzigartiger werden durfte
Mutiger. Freier. Persönlicher. - Ein Buch aus Stoff und Gräsern, das begonnen hat zu wachsen.
Ein Textiles Tagebuch. Noch nicht fertig. Und genau deshalb so schön.

Handstich ist mehr als Technik
Es geht nicht um Perfektion.
Nicht um Trend.
Nicht um schneller – besser – weiter.
Handstich ist langsam.
Und genau darin liegt seine Kraft.

Jeder Stich ist eine Entscheidung.
Ein Innehalten.
Ein kleines „Ja“ zum eigenen Rhythmus.
Und vielleicht ist das die wahre Verwandlung:
Nicht nur der Stoff verändert sich. Auch wir werden ruhiger, klarer, verbundener.
Danke für diesen Abend
Danke für das Vertrauen.
Für die Offenheit.
Für das gemeinsame Schweigen und Lachen.
Solche Abende zeigen mir immer wieder, warum ich tue, was ich tue.
Nicht neu.
Nicht glatt.
Sondern wahr.

Nächster Termin
Wir sehen uns wieder am Freitag, 27. März.
Wenn Stoffe, Nadeln, Fäden – und ein bisschen Herz – wieder auf dem Tisch liegen.
Und jede ihren eigenen Weg geht.
Fühl dich inspiriert, Marija
