Aus Resten wird Mode – warum ich nichts wegwerfe
Wenn die meisten Menschen auf abgeschnittene JeansnĂ€hte, ausgefranste SĂ€ume oder kleine Stoffreste blicken, sehen sie MĂŒll.
Ich sehe Möglichkeiten. Geschichten. Neues Leben.
Vielleicht ist das eine meiner stÀrksten Eigenschaften als Selbslernerin:
Ich habe nie gelernt, was man „normalerweise“ wegwirft. Also werfe ich nichts weg.
Alles was einmal Stoff war, kann wieder Stoff werden.
Und manchmal entstehen gerade aus den hÀrtesten, schrÀgsten oder scheinbar nutzlosen Teilen meine liebsten Unikate.
Wie aus harten JeansnĂ€hten ein neues StĂŒck entsteht
Hast du schon einmal versucht, die festen SeitennÀhte einer alten Jeans zu verarbeiten?
Sie sind dick, uneben, widerspenstig – eigentlich absolut unbrauchbar.
Aber genau solche Materialien faszinieren mich. Ich liebe es sie zu sortieren, neu anzuordnen und auszuprobieren, wie sie wirken, wenn ich sie Streifen fĂŒr Streifen zusammennĂ€he.
Aus einem Haufen abgeschnittener Reste entsteht plötzlich Struktur.
Ein Rhythmus aus Blau, Schwarz ,Braun Grau.
Ein Patchwork aus Vergangenheit und Zukunft.
Und irgendwann, mitten im NĂ€hen, merke ich:
Es ist nicht mehr Abfall.
Es ist ein Neuer Stoff.
Das Ergebnis: eine Tasche, die ihre eigene Geschichte erzÀhlt
Vielleicht ist das das Schönste an Upcycling:
Ein WerkstĂŒck erzĂ€hlt immer mehr als nur „schön“ oder „praktisch“ .
Es erzÀhlt, woher es kommt.
Die kleine Tasche, die ich aus diesen extrem festen Nahtresten genÀht habe, trÀgt Spuren vieler Jeans. Jede Naht ein anderes Leben, ein anderer Mensch, ein anderer Moment.
Genau das macht Upcycling fĂŒr mich zu einer Kunstform:
Es ist ehrliche, sichtbare Transformation.

Warum ich sogar die kleinsten Reste aufbewahre
Viele fragen mich:
„Marija, warum bewahrst du So kleine StĂŒcke auf? Du nutzt ja sogar Fadenreste…..“
Die Antwort ist einfach:
Weil Nachhaltigkeit fĂŒr mich kein Trend ist, sondern ein LebensgefĂŒhl.
Und weil ich glaube, dass KreativitÀt dann entsteht, wenn man nicht mehr kaufen, sondern neu denken muss.
Als Selbstlernerin habe ich mir alles selbst beigebracht – und das hat mich gelehrt – Deine besten Ideen entstehen manchmal genau dann, wenn du „nur noch Reste“ hast.
Upcycling ist mehr als Mode – es ist meine Handschrift
Jedes StĂŒck trĂ€gt ein bisschen von mir:
Meine Zeit, meine Ruhe, meine Geduld, meine Freude. Und ja, auch meinen Mut, einfach zu tun, ohne dass mir vorher jemand sagt, wie es „richtig“ geht.
Vielleicht liebe ich Upcycling deshalb so sehr:
Weil es erlaubt, unperfekt zu beginnen – und am Ende etwas Perfektes daraus zu machen.
Wenn du noch mehr ĂŒber meine Denim – Kunst sehen möchtest
- Lies weiter in meiner Kategorie „Denim Edition“
- Oder entdecke in „Meine Werke erzĂ€hlen“ wie andere Unikate entstehen
- Folge mir auf Pinterest, um meine neuesten Projekte zu sehen
- Und wenn du magst: Besuche meinen Etsy -Shop, in dem manche dieser StĂŒcke ein zweites Leben bekommen dĂŒrfen
Schlussgedanke
Ich mache es nicht kompliziert.
Ich mache es einfach.
Und vielleicht ist das der wahre Zauber.
Aus Resten wird Mode und manchmal sogar Kunst

